Pressebericht 2011 - Holzschnitt Feldmeier

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Pressebericht 2011

Künstler
Eintauchen - Landsberger Tagblatt

Holzschnitt Wie ein Schleier Holzschnitt von Joachim Feldmeier "Wie ein Schleier"

Eintauchen!
Während draußen der Regen ausnahmsweise eine kurze Pause einlegte und sich der ein oder andere Sonnenstrahl einen Weg durch die dicke Wolkendecke bahnen konnte, um sich in den zahllosen Wasserpfützen zu spiegeln, konnten bei der Vernissage am vergangenen Sonntag in der Galerie Fuchstal ganz andere Wasserwelten entdeckt werden. Da die älteren Arbeiten des Künstlers Joachim Feldmeier in den vergangenen Jahren mehr und mehr in den Hintergrund gerückt waren, konzipierte die Galeristin Gerda Feldmeier-Bold mehrere Themenausstellungen, die neben neueren Werken von Joachim Feldmeier auch Holzschnitte aus den 80er- und 90er-Jahren zeigen werden. Den Auftakt bilden Arbeiten des Holzschneiders rund um das Thema Wasser.

Natur begleitet die künstlerische Arbeit von Joachim Feldmeier seit jeher und so ist es nicht weiter erstaunlich, dass verschiedene Werkreihen dem Element Wasser gewidmet sind, in dem bereits Thales von Milet den Urstoff allen Seins sah. Keine leichte Aufgabe, der sich der Künstler verschrieben hat, ist doch Wasser ein in jeder Hinsicht schwer fassbares Element. Und doch ist es Joachim Feldmeier gelungen, sich diesem sich ständig verändernden Stoff - Wasser hat keine Form, keine eindeutige Farbigkeit, es ist amorph - im Lauf der Jahre auf unterschiedliche Art und Weise anzunähern.

Mithilfe von bis zu dreizehn unterschiedlichen Druckstöcken, die durch ihre Farbschattierungen und -abstufungen Tiefe vermitteln, verleiht der Künstler dem Wasser Form und Farbe, Konsistenz und Leben. Behutsam fängt es dieses sich ständig verändernde Element in zahllosen Momentaufnahmen ein, jede davon in sich vollständig und doch nur Teil eines Gesamtbildes.

Natürliche Realität
Die Umsetzung von Wasserqualitäten in visuelle Kunst mit dem Medium des Holzschnittes ist wohl eine der schwierigsten Aufgaben, der sich ein Künstler stellen kann. Joachim Feldmeier hat sie, betrachtet man das Ergebnis, mit Bravour gemeistert. Intuitiv erfasst er den Nuancenreichtum, das Schillernde und Vergängliche, die Lichtbrechung und Reflexe des nassen Elements und obwohl die wenigsten Holzschnitte nach der Natur entstanden sind, bilden sie eine natürliche Realität ab, der man überall begegnen könnte.

Wie gründlich sich der Künstler mit seinem Thema auseinandergesetzt hat, wird auch in den Mappenwerken deutlich. Gerade die Chronologie einer Stunde,  die in mehreren Holzschnitten von einer Stunde am Meer erzählt, dem Spiel der Wellen und des Lichts miteinander, vermittelt eindrücklich die schier unfassbare und unvorstellbare Vielgestaltigkeit des Wassers in allen seinen Facetten.
Es ist nicht nur die ästhetische Qualität der Holzschnitte, die diese Ausstellung so besonders macht, sondern vor allem auch die Möglichkeit, die künstlerische Entwicklung von Joachim Feldmeier über ein Vierteljahrhundert verfolgen zu können. Während mit den frühen Werken, wie zum Beispiel Im Moos  aus dem Jahr 1985 sehr filigrane und detailgetreue Welten in den zarten Tönen einer manchmal fast monochromen Farbpalette entstanden sind, scheinen bei einigen Arbeiten aus den 90er Jahren Anklänge an japanische Farbholzschnitte des 19. Jahrhunderts durch. Werke, wie Am Tiefenrausch vorbei   oder Pagen der Meere II,   beide aus dem Jahr 1999, markieren mit ihrer expressiven Farbgebung und bewegten Dynamik die Wende des Künstlers zu einer eher malerischen Auffassung seines Mediums, die in seinen mediterranen Holzschnitten aus dem vergangenen Jahr ihre vorläufige Kulmination gefunden hat.

Öffnungszeiten
Die Wasserwelten von Joachim Feldmeier sind noch bis zum 7. August 2011 in der Galerie Fuchstal, Gewerbestraße 15 im Gewerbegebiet Fuchstal-Asch zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwochs von 16 - 19 Uhr, samstags und sonntags von 10 - 12 Uhr oder jederzeit nach telefonischer Vereinbarung unter 08243-3489.

Birgit Kremer, Landsberger Tagblatt, 27. Juli 2011


Link zur Webseite Joachim Feldmeier
Besuchen Sie die Webseite Joachim Feldmeier "Naturgewalten - Kräfte der Natur". Der Künstler dokumentiert die Entstehung des größten malerischen Holzschnitts der Welt.
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