Pressebericht 2012 - Holzschnitt Feldmeier

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Pressebericht 2012

Künstler
Wunder der Drucktechnik - Landsberger Tagblatt

Holzschnitt Wunder der Technik Holzschnitt von Joachim Feldmeier "Wunder der Technik"

Wunder der Drucktechnik - Neue Holzschnitte von Joachim Feldmeier

Mit einem Werkstattfest beschloss Joachim Feldmeier am Dienstag sein künstlerisches Holzschnittjahr. Bevor er sich neuen Projekten zuwendet, ermöglicht eine aktuelle Ausstellung einen Überblick auf sein Schaffen der vergangenen Monate. Es ist immer wieder faszinierend, welche Vielfalt Feldmeier dieser ältesten druckgrafischen Technik zu entlocken vermag. Um 1400 begann die Geschichte der abendländischen Druckgrafik mit dem Holzschnitt, der hundert Jahre später durch Albrecht Dürer einen fulminanten Höhepunkt erlebte. In den folgenden Jahrhunderten gewannen Kupferstich und Radierung an Vorrang. Erst die Expressionisten entdeckten die Technik des Holzschnitts wieder, denn Härte und Widerstand sowie Maserung des Holzes kamen ihren ausdrucksstarken Kompositionen besonders  entgegen.

Joachim Feldmeier entlockt dieser alten Technik nun seit über dreißig Jahren immer wieder neue Aspekte. Dabei konkurriert er sowohl mit der Fotografie als auch mit der Malerei. Wie selbstverständlich verbindet er das Hochdruckverfahren mit der modernsten Computertechnik.

Dabei liegt der Drucktechnik seit über 600 Jahren das gleiche, einfache Verfahren zugrunde: Aus einer Holzplatte, dem Druckstock, werden alle Partien herausgeschnitten, die nicht gedruckt werden sollen. So bleibt das Motiv als hochstehendes Relief übrig, das mit Druckfarbe eingefärbt und Mittels Walze oder Presse auf Papier gedruckt wird. Kennzeichen für den originalen Hochdruck ist die leichte Prägung, die sich auf der Rückseite des Papiers abzeichnet. Während früher ein Team, bestehend aus Zeichner, Holzschneider und Drucker, zusammenarbeitete, übernimmt Feldmeier heute alle drei Professionen.

Welche Vielfalt er durch seine Experimentierfreude und technische Perfektion erreicht, das zeigt die aktuelle Ausstellung. Neben der Reihe der fast fotografisch anmutenden Dörfer, die charakteristische Stimmungen und Farbklänge von Urlaubsregionen einfangen, schafft er mit der Holzschnittserie “Wiesenstücke” malerische Blumenbilder. Er druckte bis zu zwölf unterschiedliche Platten übereinander, sodass Farbschichten zu einer dichten Farbigkeit verschmelzen. Während sich hier immer wieder andere Blumen und Blätter zeigen, präparierte Feldmeier für seine Variationen der Motivreihe “Utopie” vier verschiedene Druckstöcke, die er unterschiedlich kombinierte. In diesen Arbeiten wirkt vor allem der zarte Hintergrund, der in immer neuen Farbklängen und zarten Farbverläufen Stimmungen von Tages- und Jahreszeiten suggeriert. Dass die Bilder nur Utopie sind, das verrät bereits der Titel. denn die zarten Geflechte der Äste tragen keine Blätter, und doch denken wir an Frühlings- oder Sommerbilder.

Neben der Werkgruppe der Stillleben, zu denen es auch übermalte Unikate gibt, sind vor allem die großformatigen Architekturmotive bemerkenswert. Die Stahl- und Glaskonstruktionen der hoch aufragenden Gebäude bekommen mittels des Holzschnitts einen anderen Charakter. Modernste Bautechnik und Natur bilden eine spannende Synthese, es begegnen sich die Wunder von Baukunst und Drucktechnik.

Nach seinem Studium begann Joachim Feldmeier 1983 mit dem Holzschnitt zu arbeiten. Seine Druckgrafiken befinden sich heute in zahlreichen Sammlungen, wie zum Beispiel in der Staatlichen Grafischen Sammlung in München.

Öffnungszeiten

“Malerische Farbholzschnitte” ist bis 24. Oktober 2012 in der Galerie Fuchstal, Gewerbestraße 15 im Gewerbegebiet Fuchstal-Asch zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch von 16 - 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 - 12 Uhr oder jederzeit nach telefonischer Vereinbarung unter 08243-3489.

Gudrun Szczepanek, Landsberger Tagblatt, 8. Oktober 2012


Link zur Webseite Joachim Feldmeier
Besuchen Sie die Webseite Joachim Feldmeier "Naturgewalten - Kräfte der Natur". Der Künstler dokumentiert die Entstehung des größten malerischen Holzschnitts der Welt.
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